Cheryl DunyeUSA 1996 / 83 min
Cheryl, jung, Schwarz und lesbisch, arbeitet in einer Videothek in Philadelphia und verdient sich mit Hochzeitsvideos Geld dazu. Beim Sichten alter Filme aus den 30ern und 40ern stößt sie in einem Südstaatenmelodram auf eine Nebendarstellerin, die im Vorspann nur als „The Watermelon Woman“ benannt wird. Fasziniert beginnt Cheryl zu recherchieren, stößt jedoch schnell auf eine erschreckende Leerstelle: Über Schwarze Schauspielerinnen dieser Zeit ist kaum etwas dokumentiert. Motiviert macht sie sich daran, diese Lücke der Filmgeschichtsschreibung zu schließen, doch unzugängliche Archive, verschlossene Zeitzeug*innen und die Affäre mit einer attraktiven Kollegin machen ihr das Leben schwer.
Eine Schwarze, lesbische Frau macht einen Film über eine Schwarze, lesbische Frau, die einen Film über eine Schwarze, lesbische Frau drehen will; klingt verkopft, entpuppt sich aber als leichtfüßige, humorvolle und selbstreflexive Mockumentary über die Unsichtbarkeit Schwarzer, queerer Filmgeschichte und das Bedürfnis, sich darin wiederzufinden.
"Balancing breezy romantic comedy with a serious inquiry into the history of Black and queer women in Hollywood, The Watermelon Woman slyly rewrites long-standing constructions of race and sexuality on-screen, introducing an important voice in American cinema." - THE CRITERION COLLECTION
“…layered with intelligent ideas about the complexities of power and love…” - Time Out New York
Preserved by the UCLA Film & Television Archive. Preservation funded by 13th Gen, Outfest, The Andrew J. Kuehn Jr. Foundation, TIFF, First Run Features and Yves Averous